Lust und Frust

Am Sonntag war es nach drei Wochenlanger terminlicher und witterungsbedingten Unmöglichkeit zu fahren endlich wieder Zeit auf Bike zu steigen. Wir hatten beschlossen ein einfache Kilometertour zu machen. (Wieder) In den Tritt kommen und mal schauen wie die Kondition so ist.
Ich hatte ab Donnerstag wieder begonnen mit dem Rad meine obligatorischen 14Km am Tag auf dem Weg zur Arbeit abzuspulen. Daher war ich ganz gut vorbereitet. Kai hatte sich gerade wieder von seiner Erkältung erholt und war wieder Antibiotika clean *gg*
Jörg hat nun sein Rad, wie Ihr ja unten sehen könnt. Btw.: Ist der Brügelmannkleber schon runter?
Aber zurück zu Sonntag. Ich war etwas übermotiviert und stand dann um 10 vor 9Uhr in der Garage gespornt und gestriegelt. Musste mich nur noch auf das Bike hocken und ab zum Kai. Noch ein bischen Öl auf die Kette, sie hatte es verdient und ab gings. Um 9:05Uhr stand ich also beim Kai in der Tür der mich nicht vor 9:30Uhr erwartet hat. Aber er hat sich dann beeilt und ich konnte noch meiner Koffeinsucht fröhnen und einen Kaffee mit meiner Schwester trinken. Kai hatte am Tag zuvor Secuclips von 3M gekauft und diese haben wir dann noch schnell an die Räder geklickt. Stören nicht wirken aber wie man weiter unten auf dem Bild sehen kann.
Von Kai sind wir dann gemütlich zum Jörg gefahren der aber auch fast fertig war. Unser erklärtes Ziel war mal wieder die EDG-Mountainbikearena in Dortmund Deusen. Nicht um dort zu Biken, sondern als Wendepunkt. Jörg war noch nicht da und wir wollten im zeigen, dass man anders als die Mehrheit glaubt hier im Pott doch eine Lobby hat. *gg*
Auf dem Hinweg sind wir einen schönen Umweg gefahren und haben eine kleine aber lange Steigung dann gegen den Wind gekämpft der, wie soll es auch anders sein, von vorn blies. Auf dem Fußweg der direkt zur Arena führt haben wir dann gesehen, dass die letzten Tage wettertechnisch nicht überall eitel Sonnenschein war. Und Jörg hat auf einem zugefrohrenem Stück Schotterweg ausprobiert ob Eis aus ca. 150cm genau so hart ist wie Beton. Für alle die es nicht selber ausprobieren wollen, dieses Eis War so hart wie Beton. Jörg und ich haben auf den Cubes die Schwalbe SmartSam 2.1. Diese verschaffen uns auf der Straße einen guten Antritt und eine verlustarme Reisegeschwindigkeit die aber durch “auf Kai warten” immer mal wieder zu Erholungspausen wird. Aber auf dem Eis mussten wir den Kai mit den NobbyNic ähnlichen BlackComps einfach ziehen lassen. Wer eine Idee für eine sinnvolle Umrüstung hat, darf sich gerne in den Kommentaren auslassen. Jörg und ich fahren doch sehr viel Straße.
Kai gleitet dagegen wie auf Schienen über das Eis. Macht schon neidisch. An der Arena druften wir Kai dann aber auch dabei zusehen wie er sein Focus verarztete. Sein kleiner hatte “mal wieder” einen Plattfuß. Also Reifen runter neuen Schlauch drauf und diesermal darauf achten, dass weder die Ventilkappe der O-Ring von der Pumpe verloren geht. Ausserdem sollte bei der Gelegenheit der Reifen richtig rum aufgezogen werden. Ja auch MTB-Reifen sind eigentlich richtungsgebunden.
Wir sind rauf auf die Halde haben uns kurz den BikerCross angesehen und sind dann rüber zum Pacour.
Als ich dort an kam war Kai den schon fast ganz runter gefahren. Der obere Teil war ja auch kein Problem aber dieses Zwischenstück an der Treppe lang packt der smarte Sam auch nicht einfach weg. Also meine mein Vorderrad “Mir doch egal wo DU nun hin willst. Wenn es dir nicht passt, steig ab” habe ich dann auch gemacht und habe den Gegentest zu Jörg Eishärteprüfung hingelegt. Der Schlamm ist wirklich weich! Auf dem Rückweg hat dann Jörg sein Ergebniss noch ein oder zweimal überprüft. Ich konnte mich immer glücklicherweise abfangen.

Aber Jörg nun tröstet Dich gleich mein Missgeschick von heute früh. Ich bin wieder mit dem Bike zur Arbeit gefahren und nagel mit ca. 30 den Berg von der Kanalbrücke zur Autobahn runter. Untern springt kurz vor meiner Ankunft die Ampel von Grün auf Rot um. Ich passiere diese trotzdem und peile auf der anderen Seite der Straße den Geh/Radweg an. Erwische die Einfahrt, mach die Rechtskurve mit und bereite mich auf die Linkskurve vor, als mein Vorderrad sich daran erinnerte, dass gelitzernder Asphalt glatt ist und unbedingt wieder auf dem Rasen fahren möchte und deswegen weiter geradeaus will. Wir haben uns kurz um die Richtung gestritten und dann meinte es sich auch an die Situation von gersten zu erinnern, dass isch doch auch absteigen könnte. Habe ich dann auch gemacht. Warscheinlich wird meine rechte Arschbacke morgen blaulila schillern. Ausser meinen Schlüsselringen am Karabiener ist nichts kaputt gegangen. War ja glatt *gG*

Also musste ich heute auf der Arbeit mehr auf der linken als auf der rechten Seite sitzen. Auf dem Rückweg dann habe ich was unglaubliches erlebt. Ich denke ich habe eine Stückweit den Flow gespürrt.
Ich konnte zur Brücke mit ca. 30km/h rauffahren. Mir ist vorher schon aufgefallen, dass ich schnell unterwegs gewesen bin aber die Steigung mit 30 zu nehmen …. und runter entsprechend noch nen Gang rauf und ne Schüppe drauf und 45 km/h waren auch kein Problem. Als ich zuhause ankam zeigt der Tacho einen AVGSpeed von 28.9! Was ich auch bemerkenswert finde, wenn die Strecke nur 6km lang ist.

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